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WM-Thailand -I.B.A.D Hauptversammlung- german version PDF Print E-mail
Written by Ellen Gellink   
Wednesday, 07 November 2007

I.B.A.D. Hauptversammlung

Die diesjährige I.B.A.D. Hauptversammlung (I.B.A.D. ist der internationale Dachverband der körperlich Behinderten Badmintonsportler und steht für „International Badminton Association for the Disabled“), die alle zwei Jahre während der Weltmeisterschaft stattfindet, sollte für die Zukunft die ersten Weichen, die den behinderten Badmintonsport in die richtige Richtung bringen, stellen. Endlich sollte neuer Schwung in den trägen und unproduktiven  I.B.A.D Vorstand kommen.

Rückblick:
Eine Vielzahl der Sportler ärgerten sich in den letzten Jahren darüber, dass der Dachverband, dessen großes Ziel es doch sein muss, dass Badminton so schnell wie möglich eine paralympische Sportart wird, wenn man es positiv ausdrücken möchte „auf der Stelle stehen blieb“.  Hier nur ein paar Beispiele, die verdeutlichen, woran es „krankt“. Die bereits im Jahre 2000 aufgestellten Regularien, die z.B. die Aufgaben jedes einzelnen I.B.A.D. Vorstandsmitgliedes beschreiben, oder allgemeine Regelungen detailliert beschreiben, wurden vom damaligen Vorstand akzeptiert und verabschiedet. Dass diese Regularien heute zu großen Teilen nicht mehr beachtet werden oder den Vorstandsmitgliedern nicht bekannt sind, stellt die Unprofessionalität und Trägheit des Gremiums noch deutlicher dar. Pikant daran ist, dass einige der damaligen Vorstandmitglieder sich noch heute im Vorstand befinden.

Ein zweiter wichtiger Punkt wäre die ordentliche und fachgerechte Führung der Weltrangliste. Denn nur mit Hilfe dieser ist es möglich, eine genaue Setzliste vor jedem internationalen Turnier zu erstellen. Leider ist die momentane Weltrangliste weder aktuell noch richtig. Asiatische Spieler, deren Namen fast identisch geschrieben werden, tauchen zweimal in der Rangliste auf. Einmal mit vorangestellten Vornamen und einmal mit dem Nachnamen zuerst. Weltranglistenpunkte für Turniere werden falsch zugeordnet, der Sieg bei der Asienmeisterschaft bringt mehr Weltranglistenpunkte als ein Sieg bei der Europameisterschaft.

Daher bedarf es einem einheitlichen und abgestimmten System, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Zurück zur I.B.A.D Hauptversammlung:

Es stand also fest: Wenn auch in diesem Jahr wieder kein Ruck durch das IBAD Commitee geht, wird sich in den kommenden 2 Jahren wieder nicht bewegen.

Da aber u.a. die Amtszeit des Vize-Präsidenten Moshe Bar Hen aus Israel und die des Schatzmeisters Ben Massing ausliefen, war es an der Zeit, zwei neue Kandidaten zu nominieren. Dies sollte verhindern, dass beide oben genannten nicht ohne Gegenkandidat wiedergewählt wurden. Deutschland nominierte daher den Schweizer Paul Kurzo als Kandidat für das Amt des Vize-Präsidenten. Für die Position des Schatzmeisters schickte Australien, angeführt von der stark engagierten Schiedsrichterin Kay Coady, den Engländer Anthony Forster „ins Rennen“.

Der IBAD Vorstand wollte die beiden Anträge aber zuerst nicht zulassen, da beide erst kurz vor der Hauptversammlung eingereicht wurden. IBAD Vorstandmitglied und Secretary Ton Velberg sagte, dass man Monate vor der Hauptversammlung die Möglichkeit gehabt hätte, die Kandidaten zu nominieren. Grundsätzlich hatte er recht. Aber geschickt fragte Kay Coady Ton Velberg, ob er denn an alle IBAD Mitgliedsländer vorab ein Nominierungsformular versandt hätte, so wie es die Regularien der IBAD vorsahen. Als er darauf keine einleuchtende Antwort geben konnte und sich 4 Mitgliedsländer meldeten und sagten, dass sie erst gar kein Formular zugeschickt bekommen hatten, wurden die eingereichten Nominierungen zugelassen.

So kam es am Ende zu einem, für den behinderten Badmintonsport, positiven Wahlausgang und einem großen Schritt in die richtige Richtung. Sowohl Paul Kurzo als auch Anthony Forster siegten mit 9 zu 5 bzw. 10 zu 4 Stimmen und sind nun für 4 Jahre in den IBAD Vorstand gewählt.

Zur Vervollständigung des Wahlprozedere: Der „Medical Officer“ Jim Makay wurde als einziger Kandidat für 4 weitere Jahre wiedergewählt.

Am Ende noch einige wichtige Entscheidungen, die während der I.B.A.D Sitzung verabschiedet wurden: 

Im Bereich der Stehenden gibt es 4 neue Klassen (in Summe gibt es nun 9 Klassen):

2 Klassen werden für die amputierten Sportler eingerichtet. Bisher traten sie gegen Sportler, die keine Amputation hatten, in einer Klasse an. Diese klare Benachteiligung ist nun Geschichte.

2 weiteren Klassen wurden für Kleinwüchsige verabschiedet. Bleibt nur zu hoffen, dass in diese Klassen auch bald genügend Sportler antreten, um dort einen eigenen

Weltmeister zu ermitteln.

Verabschiedet wurde auch der Vorschlag, für jeden Sportler ab sofort eine eigene ID- Nummer zu erstellen, um die Fehler in der Führung der Weltrangliste zu vermeiden. Zur ID-Nummer und dem Namen des Sportlers soll zukünftig zusätzlich auch noch ein Bild des Sportlers zugeordnet werden, um eine Unverwechselbarkeit zu garantieren.

Für die anschließende Erstellung der Weltrangliste samt ausgeklügelten Systems haben sich Günter Klützke und Paulo Kurzo bereit erklärt.

 

Mit diesem Ausgang der IBAD Sitzung sind alle engagierten Sportler und Funktionäre nun guter Hoffnung, dass die Zielrichtung Paralympics für den Badmintonsport jetzt wieder in Sichtweite ist.

Ellen Gellink 

Last Updated ( Wednesday, 07 November 2007 )
 
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