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WM-Thailand -Finaltag- PDF Print E-mail
Written by Ellen Gellink und Lutz Sauppe   
Wednesday, 07 November 2007

Manchmal denkt man: “Kneif mich!“ und es stellt sich heraus, dass man nur geträumt hat (Zitat Pascal Wolter). Aber nein: Alles Kneifen war umsonst! Pascal Wolter 4. Weltmeistertitel war unumstößliche Wirklichkeit.

Auch diesmal blieb er seiner Endspieltradition treu, diese in drei Sätzen zu bestreiten. Dieses Drama in drei Akten begann um 10.00 Uhr mit dem ersten Aufschlag Pascals. D.h. eigentlich schon 45 Minuten früher mit dem Tapen der immer noch lädierten Achillesferse und dem Warmmachen mit Einspielen. Um die „Spielbühne“ versammelte sich das Publikum, bestehend aus dem kompletten deutschen Team, den Engländern, Australiern und vielen asiatischen Teams, um die Konkurrenten gebührend nach jedem Ballwechsel zu feiern. Schlachtrufe und Pong-Bong-Sticks kamen zum Einsatz und brachten die Halle zum Kochen. So war das Szenario vollkommen…

Erstaunt war Pascal nur, dass er gegen einen Japaner antreten sollte, da er bis 8.30 davon ausging, gegen einen favorisierten Koreaner antreten zu müssen, der aber überraschend im Halbfinalspiel verloren hatte.

Im ersten „Akt“ war Pascal in Höchstform. Körper und Geist bildeten eine Einheit (asiatisches Yin und Yang-Prinzip), so dass seine Schläge präzise kamen und seine Spieltaktik mit kontrolliert langen Clears und temporären Drops voll aufging. Resultat 21:16.

Da Pascal den Spannungsbogen aber etwas weiter ziehen wollte, gab es im zweiten Akt den großen Wendepunkt. Das Spiel nahm dramatische Züge an.

Durch Übermüdung und Erschöpfung aufgrund des Kräfte raubenden Turniers (laut Auskunft von Pascal) und einer angepassten Spielweise des Gegners konnte Pascal nicht mehr in seiner Rolle des Hauptdarstellers glänzen. Punkt um Punkt gingen an den Gegner, und als dramatischer Höhepunkt waren 5 Matchbälle darunter. Eine 20 zu 15 Führung für Pascal endete 21:23 für den Japaner und dies führte zum legendären dritten Akt.

Ende gut, alles gut! Zitat Pascal vor dem dritten Satz:“ Schei…, mal gucken wie ich da wieder reinkomme!“ Er wusste zu Beginn nicht, wie er den 3. Akt nicht nur überstehen, sondern auch gewinnen konnte. Doch diese Leere in seinem Kopf hielt zum Glück nicht lange an. Yin und Yang kehrten zurück. Körper und Geist kommunizierten wieder miteinander. Wer ihn kennt, weiß, dass Pascals Stärke sein unglaublicher Wille ist. Nun ließ er dem Japaner nur noch 9 Punkte und brachte die Arena zum Kochen. Sein Siegesjubel und der aller seiner Fans kannte keine Grenzen. Mit einem verschmitzten Lächeln, nachdem er sich ein Küsschen bei Ellen abgeholt hatte, bedankte er sich bei denen, die ihn mit zu diesem Sieg getragen hatten. Der viermalige Weltmeister verließ für diesen Tag die Bühne und wollte sich wie schon am Anfang geschrieben kneifen lassen.

Ellen Gellink und Lutz Sauppe

Kurzer Bericht zu den Rolli-Ergebnissen

Um Eure Neugier zu befriedigen: Auch die Rollis waren (natürlich) erfolgreich und bringen einige Medaillen mit nach Haus!

Elke Rongen gewann eine Silber- (Doppel) und zwei Bronzemedaillen (Einzel und Mixed); Thomas Wandschneider gewann eine Silber- (Doppel) und eine Bronzemedaille (Einzel);

Carola Bohn und Mine Korkmaz holten Bronze im Doppel; Manfred Steinhart erhielt gemeinsam mit Elke Rongen die Bronzemedaille im Mixed.

Somit bringen wir insgesamt 8 Medaillen heim:Eine goldene, zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen.

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Last Updated ( Wednesday, 07 November 2007 )
 
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